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Caritas Pforzheim Senioren
Walter-Geiger-Haus
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Walter-Geiger-Haus   >  Allgemeines

Mit der steigenden Lebenserwartung wächst für jeden älteren Menschen auch das Risiko, pflegebedürftig und auf Hilfe Anderer angewiesen zu werden. Die Frage, wie geht es im Fall meiner eigenen Pflegebedürftigkeit weiter, ist deshalb naheliegend.

Das Walter-Geiger*-Haus

Unser Ziel war, für pflegebedürftige und auf fremde Hilfe angewiesene alte Menschen das selbst bestimmte Leben in einer Wohnung – wie bisher – zu ermöglichen.

Mit dieser Zielsetzung haben wir 1994 begonnen, die Leistungen der neuen Pflegeversicherung mit dem Wohnungsbau zu kombinieren und als Alternative zum Pflegeheim unser Projekt „Wohnen, Tageszentrum und Tagespflege“ zu entwickeln.

Geplant und im Juli 2002 fertiggestellt wurden 59 Wohnungen für Alleinstehende und 6 Wohnungen für Paare. Alle Wohnungen sind sehr komfortabel, rollstuhl- und pflegegerecht. Sie haben Wohn- und Schlafzimmer, eine eingerichtete Küche, Dusche und WC und sind an den Notruf des Hauses angeschlossen.

Im Tageszentrum befinden auf einer Fläche von 1.128 qm das hausinterne Restaurant, Räume für das gesellige Leben, für Hobbys und Beschäftigung, den Friseur und die Fußpflege, Büroräume für die Hausleitung, die Pflegedienstleitung des ambulanten Dienstes und die Rezeption. Hier sind die Ansprechpartner die Auskunft geben und weiterhelfen. Die Apartments für die Gast-/ Verhinderungspflege, eine Kapelle, ein Gymnastikraum und ein Waschsalon ergänzen das umfangreiche Raumprogramm.
4 behindertengerechte Fahrstühle verbinden das Tageszentrum mit den Wohnungen und den beiden Wintergärten im Haus.

Die Tagespflege verfügt auf einer Fläche von 280 qm über 2 Aufenthaltsräume, eine Trainingsküche, einen Ruheraum, ein Büro und Sanitäreinrichtungen mit modernster Badetechnik.

Das nach Walter-Geiger* benannte Haus bietet durch die 24-stündige Anwesenheit des Personals im Haus und durch umfangreiche Maßnahmen für den Brandschutz die gleiche Sicherheit wie die Pflegeheime. Es unterscheidet sich durch das Tageszentrum mit seinen Dienstleistungen und die Tagespflege von allen Formen des Betreuten Wohnens.

Im Fall der Pflegebedürftigkeit

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Unterschiede zwischen dem Walter-Geiger-Haus und den herkömmlichen Pflegeheimen in einigen Punkten zusammengestellt.

Im Walter-Geiger-Haus bestimmen die Mieterinnen und Mieter den Umfang und die Qualität Ihrer Pflege, Versorgung und Betreuung selbst. Das stärkt die Eigenverantwortung und die Selbstbestimmung und macht Selbsthilfe möglich.
Im Walter-Geiger-Haus mieten die älteren Menschen eine rollstuhl- und pflegegerecht ausgebaute 2-Zimmer-Wohnung mit Küche, Sanitärraum und Notruf. Ihre Möbel und ihren Hausrat bringen sie beim Einzug mit.
Im Walter-Geiger-Haus bestellen die Mieterinnen und Mieter die pflegerischen und hauswirtschaftlichen Dienste, die Mahlzeiten und vereinbaren den Besuch der Tages-/Nachtpflege nach ihrem persönlichen Bedarf.
Das Walter-Geiger-Haus ist auf Selbsthilfe und Unterstützung durch Angehörige ausgerichtet. Alles, was die Mieterinnen und Mieter noch selbst können oder Angehörige für sie erledigen, kostet Sie nichts.
Im Walter-Geiger-Haus ist von den Pflegeleistungen bis zu den Mahlzeiten, von der Heizung in der Wohnung bis zum Wasserverbrauch alles darauf angelegt, als Einzelleistung nachgewiesen und abgerechnet zu werden. Die Mieter persönlich entscheiden, evtl. mit ihren Angehörigen, welche Dienstleistungen sie in Anspruch nehmen.
Mit unseren Dienstleistungen und Einzelpreisen stellen wir uns auf die persönliche Situation des Einzelnen ein. Anhand der jeweils gültigen Preislisten bestellen die Mieterinnen und Mieter die pflegerischen und hauswirtschaftlichen Dienste sowie ihre Verpflegung und Betreuung nach ihrem Bedarf. Sie bezahlen nur, was sie bestellt haben und was als Dienstleistung für sie erbracht wurde. Im Folgemonat erhalten sie eine Rechnung mit der Auflistung aller Leistungen. Sie haben dadurch eine hohe Transparenz über unsere Leistungen und ihre Kosten.
Im Walter-Geiger-Haus werden die hier lebenden Menschen vertraglich nicht verpflichtet, unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Sie können diese Leistungen auch bei anderen Anbietern bestellen.
In die Wohnungen für Eheleute/Paare kann der noch nicht pflegebedürftige Partner mit einziehen. Höhere Mietkosten entstehen dadurch nicht.
Die Sache mit dem Geld ...

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die Vorzüge des Walter-Geiger-Hauses, die Wohnung, die Sicherheit durch den Notruf, die 24-stündige Präsenz des Pflegepersonals, das Essen im hausinternen Restaurant und das Ambiente des Hauses, sehr geschätzt werden.

Das Konzept des Walter-Geiger-Hauses bringt es mit sich, dass alle Dienste, die vom Personal in Anspruch genommen werden, bezahlt werden müssen. Dieses Vorgehen ist am Anfang oft gewöhnungsbedürftig.
Aber nur so wird gewährleistet, dass die Mieterinnen und Mieter die Kontrolle darüber haben, welche Hilfeleistungen sie in Anspruch nehmen.

Manchmal ist die verständliche Sorge, ob die Einkünfte und das Ersparte reichen, unterschwellig mit jeder Ausgabe verbunden.

Nach acht Betriebsjahren zeichnet sich ab, dass die Kosten für die Pflegeleistungen im Walter-Geiger-Haus in allen Pflegestufen unter den Kosten in den Pflegeheimen liegen können. Dies ist möglich, weil die älteren Menschen den Umfang und die Qualität ihrer Pflege und Versorgung selbst bestimmen, durch ihre Selbsthilfe und die Hilfe ihrer Angehörigen Kosten sparen und sie die notwendigen Hilfen gezielt bestellen können.

Das Walter-Geiger-Haus bietet folgende Dienstleistungen
die Vermietung der Wohnungen und Appartements in der Wohngemeinschaft
pflegerische und hauswirtschaftliche Dienste
zwei Tagespflege - Angebote
die Betreuungsgruppe für demenziell veränderte Menschen
den Bezug von Speisen und Getränken
die Gastpflege
die Vermietung von Räumen für private Feiern
Möglichkeiten der Mieterinnen und Mieter zur Finanzierung der anfallenden Kosten

Die Pflegekassen
Im Walter-Geiger-Haus erhalten ältere Menschen als selbständige Mieter einer Wohnung – wie bisher auch – die Leistungen für die häusliche Pflege. Diese sind in der Pflegestufe 1 und 2 niedriger als bei einer Heimunterbringung. In der Pflegestufe 3 ist die Leistung der Pflegekasse für die Pflege im Heim und in der Wohnung gleich hoch.

Die Krankenkassen
Als selbständiger Miete einer Wohnung haben die älteren Menschen – wie bisher auch – Anspruch auf Behandlungspflege und Pflegehilfsmittelversorgung.

Wohngeld und Sozialhilfe
Ob die Mieterinnen und Mieter Anspruch auf Wohngeld haben oder Leistungen der Sozialhilfe erhalten können, hängt ganz von ihrer persönlichen Situation ab.
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* Walter Geiger war von 1940 – 1958 Caritasrektor und anschließend bis zu seinem Tod im Jahr 1982 1. Vorsitzender des Caritasverbandes e.V. Pforzheim und von Caritasheim Pforzheim e.V.. Durch seine Initiative wurde nach dem Krieg die Ruine des heutigen Martinsbau erworben und wieder aufgebaut. Im Jahr 1959 folgte die Fertigstellung des Bernhardusheims als Lehrlings- und Jungarbeiterwohnheim. Walter Geiger war nach dem Krieg Mitbegründer der gemeinnützigen Baugenossenschaft Familienheim und des Sozialen Hilfswerks. Von 1941 – 1982 war er Pfarrer der Liebfrauengemeinde, langjähriger Dekan und Vorsitzender der Katholischen Gesamtkirchengemeinde.